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 Der starke Nordostwind peitschte die Wellen hoch auf den Strand. Ab und zu sah der Vollmond zwischen den dahin jagenden Wolken hervor. Dann konnte man die weißen Schaumkronen bis zum Horizont erkennen. Hinter den Dünen beschien der Mond auch ein altes reetgedecktes Kapitänshaus.

 Die Hauslaterne beleuchtete den Hauseingang. Die Bewohner schliefen wohl alle.

  Alle? Was war da auf dem Dachboden los? Brummende Lieder und das leise Quietschen von Holzrädern waren zu hören.

  „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln geh’n, wär’ das nicht wunderschön? ...............Und dann beim Abendrot mach ich das Abendbrot auf unserem Segelboot für meinen Süßen und für mich. Lalalala!“

 "Weißt du Benjamin, ich finde es ziemlich langweilig, immer nur hinter dir her zu rollen.“

 

„Na, was willst du denn sonst tun? Du bist nun mal eine alte Holzente auf Rädern. So bekommst du wenigstens etwas Bewegung. Ich warte ja auch immer

 

schon ungeduldig darauf, dass es Mitternacht wird. Dann kann ich endlich den berühmten alten Zauberspruch aufsagen, der mich für eine Stunde beweglich macht.“

  „Du hast recht Benjamin. Es ist soooo langweilig hier oben auf dem Speicher. Nur Mitzi die Katze kommt uns mal besuchen.“ Entchen rollte quietschend weiter.